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SPIELE Vampyr - SUCC for the win oder doch ein Flop?

Dieses Thema im Forum "Reviews/Rezensionen" wurde erstellt von Lauch, 24. Juni 2018.

  1. #1 Lauch, 24. Juni 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2018
    Hallo erstmal,

    Ich weiß ja nicht ob ihrs schon wusstet, aber das ist meine erste Review und daher würde ich mich über Kommentare freuen!

    SO jetzt genug mit dem Geschwafel, ab ins Gefecht!

    Vampyr.
    Erstmal einfach nur eine Stilisierung des bekannten deutsches Wortes Vampir, jedoch gibts diese Schreibweise im Balkanraum, was aber so ziemlich nichts damit zu tun hat.
    Denn das Setting liegt in London, England im Jahre 1918, als die spanische Grippe, die letzte bekannte Pandemie, der jüngsten Zeit, Chaos über die Welt brachte und das in einem Ausmaß, dass es ca. 25 Mio. Menschen dahinraffte.
    Und in genau diesem Seuchenpool übernehmt ihr die Rolle von Dr. Jonathan Reid, einem Arzt, der nach langer Zeit wieder nach England, seiner Heimat, kommt.
    Geprägt durch Grabenkämpfe und eurer Rolle als Arzt an der Front im ersten Weltkrieg macht ihr euch auf die Suche nach einem Mittel, um diesem wahrhaftigen Alptraum Einhalt gebieten zu können, oder auch nicht?
    Ihr werdet nämlich zu Beginn des Spiels ohne wirklich großen Input zum Vampir und seit völlig auf euch allein gestellt in eurer neuen Existenz und den damit einhergehenden Vor- und Nachteilen.

    Diese Charakteristik lässt euch auch sehr viel Raum zur Interpretation eurer Rolle, ob ihr nun der erwartete nicht ganz menschliche Retter sein wollt oder eine Plage, die womöglich noch weitaus schlimmer ist als die Grippe.
    Und das ist einer der großen Charme Punkte dieses Spiels. Es lässt euch im Prinzip alles machen und tun, was ihr wollt bzw nicht wollt.
    Das Spielerlebnis richtet sich frei nach eurem Gutdünken und den damit einhergehenden Konsequenzen. Die Konsequenzen sind ebenfalls sehr schön inszeniert, man hat stets das Feeling, dass man etwas bewirken kann in der Spielwelt.
    Diese ist nur ganz nebenbei auch echt sehr immersiv designed, sie bringt die nötige Menge an Düsternis mit sich, um klar zu machen, welchen Horror die damaligen Bewohner Londons verspüren mussten.

    Zum Spiel an und für sich:
    Das Spiel ist ein 60-20-20 Game.
    60% Dialog und damit einhergehender Story, 20% Welterkundung, 20% Kampf.
    Der Löwenanteil dieses Spiels besteht daraus Dialoge zu führen mit den einzigartigen NPCs der Welt, die sich auch wie eigenständige Charaktere anfühlen und dadurch eine sehr starke Immersion bieten, denn jeder hat andere Ansichten und es kann dem ganzen auch auf den Zahn gefühlt werden, wieso der Charakter die Welt so erlbet, wie er es tut.

    Als nächstes kommen wir zur Welterkundung. Wie schon beschrieben ist die Welt sehr immersiv gestaltet und das in einem sehr ernüchternden Ton, denn dieses Spiel verfolgt nicht wie viele andere Medien, die Vampire in den Mittelpunkt stellen, den Spieler in eine Welt voller Supernaturalität und Gottgleichheit zu werfen. Es ist ein sehr realistischer Ansatz, der es euch immer wieder vor Augen wirft, dass Vampire nicht unbedingt völlig overpowered sein müssen, sondern zu jeder Zeit bezwingbar und auch völlig unerwartete Facetten mit sich bringen. Denn nicht jeder Blutsauger ist tatsächlich auch ein Blutsauger.

    Den letzten Part übernimmt der Kampf. Dieser ist größtenteils sehr actionreich und wirkt bekannt für Spieler der Souls-Reihe. Ob ihr nun pariert, ausweicht oder den Feind aus der Entfernung mit Schusswaffen besiegt ist völlig euch überlassen. Dazu kommt noch das einzigartige Skillsystem. Dieses unterscheidet sich zu herkömmlichen RPGs in der Hinsicht, dass ihr nicht den Löwenanteil durch besiegen von Monstern und damit einhergehende Quests bekommt. Ihr erhaltet die meisten Punkte durch Interaktion mit den NPCs. Sie aussaugen, ihnen helfen oder schlichtweg nur ihre Hintergrundstory erfahren. Dialog wird in diesem Spiel mit sehr viel Achtung belohnt, was euch auch dahingehend belohnt euch so zu entwickeln wie ihr es vorhabt. Ob Assasine, Massenmörder oder vielleicht auch jemand der dem Konflikt aus dem Weg geht. Das Skillsystem lässt all dies zu. Daher ist der Actionanteil auch immer davon abhängig, was für eine Art von Spieler man selbst ist.

    Für hartgesottene Actionfanatiker ist dieses Spiel womöglich nicht der erste Griff, jedoch für Menschen, die stark an Stories interessiert sind und an den Charakteren innerhalb einer erscahffenen Spielwelt ist dieses Spiel ein willkommenes Fressen.

    Mir persönlich hat das Spiel unglaublich viel Spaß gemacht. Das, was ich von dem Spiel erwartet habe, wurde geliefert und sogar das ein oder andere Schmakerl kam dazu. In meinen insgesamt knapp 30 Spielstunden wurde mir ein Spiel vorgestellt, dass auch wriklich eine gute Chance hätte als Serie dargestellt zu werden, denn Story bietet dieses Game wahrlich genug.

    Ich hoffe ihr könnt etwas mit der Rezension anfangen und ich würde mich, wie oben schon erwähnt über Feedback freuen!

    Mit suckenden Grüßen
    Vampirlauch
     
    Fields und Mirutos gefällt das.
  2. Für Leute, die sich die Wall of Text nicht geben wollen, eine Rezension von einem meiner Meinung nach außergewöhlichen Streamer, der eine ziemlich ähnliche Ansichtsweise hat.
     

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